Guter Ton braucht Kontrolle

Ein erfolgreiches Video braucht nicht nur eine gute Geschichte und gute Bilder, sondern auch … guten Ton. Unverständliche Originaltöne, verrauschte Aufnahmen lenken ab, ermüden, sind ein Zeichen von fehlender Professionalität. Daher muss der Ton bei der Aufnahme kontrolliert werden und das ist mit dem Smartphone durchaus eine Herausforderung.

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Momentaufnahme: Smartphones als Fernsehkameras

Und wieder “Mobile Reporting”.

Den Ansporn für diesen Blogeintrag hat mir einerseits ein Bericht in “Salzburg heute” über die letzte Gemeinderatssitzung des Salzburger Langzeitbürgermeisters Heinz Schaden gegeben. Zum ersten Mal habe ich unter den vielen großen Fernsehkameras und Spiegelreflexkameras Smartphones als Aufzeichnungsgeräte für TV- und Video-Berichterstattung bewusst wahrgenommen. Zum anderen habe ich die informativen YouTube-Videos der weltgrößten Konferenz für Mobilreporter, der MojoCon im Mai 2017, angeschaut.  Und schließlich habe ich vor wenigen Tagen die Lehrveranstaltung “Mobile Reporting” am Fachbereich Kommunikationswissenschaften der Universität Salzburg begonnen. Grund genug für diese Momentaufnahme. (mehr …)

Thema: mobile reporting

Für sein Buch “Mobiler Journalismus” hat der der NDR-Reporter Björn Staschen BBC-Reporter und Nicholas Garnett interviewt. Garnett, der schon als “Crash Test Dummy für Rundfunktechnik” bezeichnet wurde, setzt seit Jahren auf das Smartphone als Arbeitsgerät für seine Radioberichte und -interviews. Er zeigt sich überzeugt, dass der Begriff “Mobile Journalism” eines Tages verschwinden wird:

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Profi-Video-Editoren kostenlos

Bis vor gar nicht langer Zeit waren professionelle Video-Bearbeitungsprogramme Rundfunkanstalten und Videofirmen vorbehalten. Schon aus Kostengründen. So kostet die Dauerlizenz für den Avid Media Composer mehr als € 1000. Adobe Premiere schlägt mit € 24 pro Monat zu Buche. Da ist es schon einen Blogeintrag wert, wenn Avid sein Paradeprodukt in einer kostenlosen Version zur Verfügung stellt.

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Klangreisen mit Jim Metzner

Jim MetznerFür Jim Metzner sind Klänge jene Zutaten, die sein Publikum Geschichten ganzheitlich erfahren lassen. “Klänge vermitteln mehr Informationen als Worte”, sagt der Mann, der Audio-Storytelling als seine Mission nennt und dessen hauptsächliche Werkzeuge Mikrofon und Aufnahmegerät sind. Seit mehr als 40 Jahren. Er formuliert interessante Einsichten und Empfehlungen in einer Welt, die – so hat es oft den Anschein – nur noch von Bildern und Videos, dominiert wird.

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Vom Glauben an die Glaubwürdigkeit

“Das Vertrauen in die Berichterstattung von Qualitätsmedien bleibt hoch”, freut sich das ZDF in den eigenen Nachrichtensendungen und auf der “ZDF heute”-Facebook-Seite. Das Zweite hat Mitte November von der “Forschungsgruppe Wahlen” eine Umfrage über die Glaubwürdigkeit von Medien erstellen lassen. Nach Juni 2015 und Mai 2016 war dies bereits die dritte Befragung, an der 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 16 Jahren teilnahmen.

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News ohne Paper- und was auf TV zukommt

news-ohne-paper129 Jahre lang haben die Zeitungsherausgeber in den USA ihre Interessenvereinigung “Newspaper Association of America” genannt. Die Zeitungsherausgeber bedrucken zwar weiter Papier, aber ihre Vereinigung heißt seit heute “News Media Alliance“. Die Namensänderung “ist der Höhepunkt eines breiten Strategieplan um die Weiterentwicklung der Nachrichtenindustrie zu einem digitalen Multi-Plattform-Geschäftszweig und Premium-Content-Anbieter herauszustreichen”,  wird in der entsprechenden Presseaussendung begründet.

Die Auswirkungen der Medienkrise in den USA – und ihnen ist die Namensänderung letztlich geschuldet – sind aus europäischer Sicht ein Blick in die Zukunft. Die Entwicklungen kommen zeitversetzt (und oft abgeschwächt) über den großen Teich.

Wird der “Verband Österreichischer Zeitungen” auch irgendwann sein “Z” aus dem Namen streichen?

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Rettet den Lokaljournalismus

Oliver-JohnJohn Oliver, Gastgeber der wöchentlichen US-amerikanischen satirischen News-Show “Last Week Tonight” im Abo-Sender HBO hat sich in der ersten Augustfolge dem Lokaljournalismus und dessen bedauernswerten Zustand in den USA gewidmet. “Die Medien sind eine Nahrungskette, die ohne Lokalzeitungen auseinander fallen würde”, brach John Oliver eine Lanze fürs Lokale.

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Lesetipp: das 3D-Manifest des Gabor Steingart

Von einer “wunderbaren Chance, Journalismus wieder großartig zu machen” spricht Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart. Als Wegweiser dorthin hat er bei der Garrick Utley Lecture im New Yorker University Club sein 3D- Manifest vorgetragen.

3D-Journalismus heißt demnach “digital”: Journalisten müssen weg von der Einwgkommunikation zu einer interaktiven Kommunikation. Sie müssen erzählen, zuhören und transparent arbeiten, weil das Publikum keine passive Masse mehr ist.

3D-Journalismus heißt “demokratisch”: Weil die Leser, Hörer, Zuseher und User keine passive Masse mehr sind, wollen sie sich aktiv an der öffentlichen Diskussion beteiligen. Journalisten müssen dafür unter anderem die Debattenräume schaffen.

3D-Journalismus heißt “deutlich”: Journalisten müssen wieder etwas zu sagen haben, Steingart fordert die Rückkehr zu Relevanz: “Unsere Aufgabe sollte es sein, Information und Orientierung zu bieten, nicht nur Entertainment.”

Ein lesenswerter Text, der meiner Meinung nach einen richtigen und notwendigen Weg aufzeigt. Seht Ihr das auch so? Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

Zum 3D-Manifest des Gabor Steingart geht es hier.

 

Smartphone statt Übertragungswagen

“Livestreaming wird das nächste große Ding”, sagt Blogger, Fernsehjournalist und Early Adopter Richard Gutjahr beim gelungenen, ersten Live-Webinar der ‘torial-Academy. Und weiter: was heute die Selfie-Fotos sind, werden nicht morgen, aber in absehbarer Zeit die ganz persönliche Echtzeit-Videostreams sein. Ins Internet übertragen werden sie mithilfe von Services wie Periscope oder Meerkat, die noch so jung sind, dass deren technisches und soziales Potenzial überhaupt noch nicht ausgeschöpft ist.Oder durch Facebooks Live, mit dem zur Zeit aber nur Prominente Videos streamen dürfen.

Was Richard Gutjahr sagt, ist für mich schlüssig.

 

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