Ein bisschen Selbstdarstellung

Cover_OeJIn diesem Blog habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht über neue aber auch bedenkliche Entwicklungen, informative Websites und Bücher und über interessante Personen und deren Meinung zu bestimmten Themen zu schreiben. Heute mache ich eine Ausnahme und betreibe ein bisschen Selbstdarstellung. Peter Plaikner hat für die Ausgabe 10-11/2013 des „Österreichischen Journalisten“ ein Interview mit mit geführt über Veränderungen im und Zukunft des Journalismus. Unter dem Titel

Ruhig, aber rastlos

Gerhard Rettenegger, einst Chefredakteur des ORF Salzburg, sucht nach Antworten, wie die technische Revolution nicht nur Bedrohung, sondern auch Fortschritt für Medien sein kann.

(mehr …)

Multimedia muss einen Zweck haben

CC BY NC SA Gerhard RetteneggerSnowfall, the Avalanche at Tunnel Creek„, das umfangreiche Multimedia-Feature der New York Times war ein großer Erfolg. Redakteur und Projektleiter John Branch erhielt dafür heuer, 2013, einen Pulitzerpreis. Das aufwändige Multimedia-Projekt war so erfolgreich, dass es in manchen Redaktionen heißt: „Wir snowfallen eine Geschichte“, wenn sie multimedia aufbereitet wird.

„Manche Medienleute glauben, dass wir mit diesem Projekt bahnbrechend für die Zeitungsbranche waren“, sagt John Branch in einem Interview, dass ich vor wenigen Tagen mit ihm über „Snowfall“, über Multimedia und Journalismus geführt habe.

(mehr …)

„Das Internet nimmt Journalisten nichts weg“

Mercedes BunzFür Mercedes Bunz ist es ein verhägnisvolles Missverständnis: „Solange wir Journalisten glauben, das Internet ist ‚die andere Öffentlichkeit‘, die uns bedroht und uns unsere eigene Öffentlichkeit wegnimmt, solange begehen wir einen Fehler.“ Journalisten würden nicht mehr im Web, sondern mit dem Web veröffentlichen, zitiert die Kulturwissenschafterin und Journalistin  Emily Bell, ihre frühere Kollegin beim britischen „The Guardian“ und die jetzige Journalismusprofessorin.

Die sozialen Netzwerke führten zu einem Paradigmenwechsel. Bislang hatte der Journalist „die Fähigkeit Öffentlichkeit herzustellen für sich alleine, das konnte außer ihm vielleicht noch der Künstler“, anaylsiert Bunz. In den sozialen Netzwerken entsteht nun diese digitale Öffentlichkeit, „und der Journalist denkt erst Mal: man verliert irgendwas.“

(mehr …)

Der Lehrmeister der guten Sprache hört auf

Als „das Gewissen der Journalisten, wenn es um gutes Deutsch ging“ bezeichnet der „StandardWolf Schneider, nachdem dieser im Kuratorium für Journalistenausbildung  in Salzburg am 5. Dezember 2012 seinen letzten Auftritt als Lehrer hatte.  Mit 87 Lebensjahren und nach 33 Jahren als Journalistenlehrer beschränkt sich Wolf Schneider nun auf das Schreiben von Büchern. Wer immer ihn als Lehrer erlebt hat, teilt meine Erfahrungen: Wolf Schneider ist ein Sprachpurist, kompromisslos in seiner Kritik.

(mehr …)

Das iPhone als Werkzeug für Journalisten

Das iPhone ist ein Smartphone, mit dem man auch telefonieren kann. Stimmt. Das ist auch für Journalisten nützlich. Logisch. Aber so richtig nützlich wird das Gerät für den mobilen Reporter wegen seiner Vielseitigkeit und der professionellen Qualität der Ergebnisse, die die Arbeit mit dem iPhone bringt. Wie groß mittlerweile die Auswahl an Apps für die journalistische Tätigkeit ist, zeigt der „Mobile Reporting Field Guide„, auf den ich über die Rebelmouse-Seite von Marcus Bösch gestoßen bin. Dieser Leitfaden, der kostenlos als eBook oder im PDF-Format heruntergeladen werden kann, wurde von Studierenden der Berkeley Graduate School of Journalism an der University of California erstellt.

 

(mehr …)

„Wenn Journalismus bleibt, wie er ist, bleibt er nicht“

Miriam Meckel (c) Claude Stahel
Beim „Reporter Forum 2012“ am 14. Juni hat die Kommunikationswissenschafterin Miriam Meckel in einer Videobotschaft die Herausforderungen für den Journalismus der Zukunft aus ihrer Sicht zusamengefasst. „kress. Der Mediendienst“ hat darüber berichtet. Die Zukunft des Journalismus liegt für Meckel nicht mehr darin, die Welt zu erklären, sondern die Dauergespräche und Datenströme zu kuratieren – und dies mit einem möglichst individuellen Stil. Darüber hinaus müssten Journalismus und seine Geschäftsmodelle diverser und wandlungsfähiger werden. Und wer Social Media nicht nutze, verfehle seinen Job, sagte Meckel.

(mehr …)

Kontrollverlust und unberechenbar – Skandale 2.0

Cover Ein Radiointerview, das kaum beachtet wird – ein Student hört es, empört sich. Er twittert seine Kritik, schreibt Mails an Redaktionen. Blogger greifen das Thema auf, so werden Journalisten wieder auf den Fall aufmerksam. Der, der das Interview gegeben hat, fühlt sich missverstanden und tritt zurück. Deutschland braucht einen neuen Bundespräsidenten. Horst Köhler hat sich aus dem Amt verabschiedet, wir schreiben das Jahr 2010.

Die Redaktionen haben ihr Monopol verloren zu entscheiden, was in der massenmedialen Kommunikation wichtig ist. Es liegt nicht mehr allein in der Hand der traditionellen Medienmacher den Grundstein für Skandale zu legen – der Student, der sich über eine Interviewpassage des Bundespräsidenten empört, kann es; der Buspassagier, der einen schimpfenden Mitreisenden in einem Hongkonger Nachtbus filmt und das Video auf YouTube veröffentlicht, kann es.

In der neuen Kommunikationsstruktur erhalten Skandale eine neue Dynamik. Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, und Hanne Detel,  wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen, haben ein Buch darüber geschrieben: Der entfesselte Skandal. Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter.

(mehr …)

Rundshow – ein spannender Praxistest

Logo rundshow.deMorgen ist es soweit: Am 14. Mai 2012 um 23.15 Uhr wird  das erste Mal die neuen Fernsehsendung Rundshow des  Bayerischen Fernsehens ausgestrahlt.  Ich bin sehr gespannt. Denn die Rundshow ist der ambuitionierte und transparente Versuch, das lineare Medium Fernsehen mit den interaktiven sozialen Netzwerken zu verknüpfen. Potenzielle Zuseherinnen und Zuseher waren von Beginn an über Facebook, Twitter,   google+,Blog und der eigens für die Sendung etnwickelten App „Die Macht“ in die Entstehung der neuartigen Sendung eingebunden. Sie haben den direkten Draht in die Sendung – Fernsehen zum Anfassen nennen das die Macher der Rundshow.

Ich bin auch deshalb gespannt, weil ein ähnliches Projekt im ORF nicht von langer Lebensdauer war: „Contra, der Talk“ wurde Ende 2011, nach nur acht Monaten auf Sendung, wieder eingestellt.

Logo rundshow.de

Tomorrow is the day: On May, 14 at a quarter past eleven p.m. Bavarian Television’s new TV programme Rundshow will be aired for the fist time. I am looking forward because the Rundshow is the ambitious and transparent experiment to combine the linear medium television with interactive social media. The potential audience has been involved from the very beginning via Facebook, Twitter,   google+,Blog and the App „Die Macht“ (the power) in the emergence of this new kind of TV programme. The audience has a direct line into the live programme – „tangible television“ the Rundshow is called by its producers hence.

I am looking forward, too, because a similiar attempt in the ORF, the Austrian Broadcasting corporation, named  „Contra – der Talk„, was canceled after eight months only at the end of 2011.

(mehr …)

Chaos Szenario

Bob Garfield ist Werbe- und Marketing-Analyst in den USA. „Was passiert, wenn die alte Weltordnung kollabiert und die neue tapfere Welt sie noch nicht ersetzen kann?“, fragt Bob Garfield in seinem neuen Buch und gibt im Titel gleich die Antwort vor: „The Chaos Scenario„.

Das Buch wird als faszinierend, erschreckend, lehrreich und oft übermütig beschrieben- und so lässt sich auch das Video charakterisieren:

The Chaos Scenario from Greg Stielstra on Vimeo.Bob Garfield ist Werbe- und Marketing-Analyst in den USA. „Was passiert, wenn die alte Weltordnung kollabiert und die neue tapfere Welt sie noch nicht ersetzen kann?“, fragt Bob Garfield in seinem neuen Buch und gibt im Titel gleich die Antwort vor: „The Chaos Scenario„.

Das Buch wird als faszinierend, erschreckend, lehrreich und oft übermütig beschrieben- und so lässt sich auch das Video charakterisieren:

The Chaos Scenario from Greg Stielstra on Vimeo.

Bob Garfield ist Werbe- und Marketing-Analyst in den USA. „Was passiert, wenn die alte Weltordnung kollabiert und die neue tapfere Welt sie noch nicht ersetzen kann?“, fragt Bob Garfield in seinem neuen Buch und gibt im Titel gleich die Antwort vor: „The Chaos Scenario„.

Das Buch wird als faszinierend, erschreckend, lehrreich und oft übermütig beschrieben- und so lässt sich auch das Video charakterisieren:

The Chaos Scenario from Greg Stielstra on Vimeo.